Mythen und Märchen über Linux


Es gibt eine ganze Menge Mythen und Märchen zum Thema Linux. Auf einige möchten wir hier kurz eingehen.

  • Linux wäre nicht benutzerfreundlich.
    Dazu ist nur Folgendes zu sagen:

    Linux is userfriendly, it's just picky about who's friend it is.
    (Linux ist benutzerfreundlich, es ist nur wählerisch, wessen Freund es ist.)
  • Linux wäre nicht geeignet für den Desktop

    Dies ist falsch.
    Hier nur zwei Beispiele:
    Die Behörden in Largo (Florida) haben komplett auf Linux und KDE umgestellt. Lesen Sie den Bericht hier
    Auch die Städte Schwäbisch Hall und München stellen komplett auf Linux [1], [2] um.
    Andere grosse Firmen, die Linux produktiv einsetzen, sind z.B. Sixt und IKEA.

  • Es gäbe keine kommerzielle Unterstützung für Linux.

    Falsch. Grosse Firmen wie IBM, Hewlett-Packard, Silicon Graphics, SAP, Oracle oder Sun Microsystems bieten Dienstleistungen für Linux an. Teilweise unterstützen diese Firmen sogar die OpenSource Entwicklung oder fördern GNU-Projekte.
    Weiterhin gibt es unzählige EDV-Dienstleister, die Vor-Ort Betreuung von Linux-Systemen anbieten. Übrigens, auch die netzwerk-aktiv GmbH unterstützt Sie gern bei Ihren Linux-Projekten.
  • Es gäbe keine Software für Linux.

    Wieder falsch. Auf freshmeat.net erscheinen täglich mehr als 30 Programme oder Tools für Linux und andere Unix-Derivate.

    Und für den Desktop-Bereich gibt es zwei neue und wirklich schicke Applikationen: Evolution und Nautilus.
    Evolution ist ein Workgroup-Tool und Information Manager, Nautilus ein Dateimanager und Browser.

    Einen Eindruck können Sie sich hier verschaffen. Die Screenshots entstanden auf einem unserer Systeme (SuSE-Linux 7.1)

    Nautilus in Aktion 1600 x 1200 1024 x 768 800 x 600 Version 1.0.4, Gnome 1.4
    Evolution in Aktion 1600 x 1200 1024 x 768 800 x 600 Version 0.10, Gnome 1.4

    Nautilus
     
    Evolution
    Screenshots mit KDE 3 und aktuellen Applikationen (18.Mai 2002)
     3200 x 1200 1600 x 600 
    Dieser Screenshot zeigt folgende Komponenten: XFree-4.20 mit Xinerama (Multihead) und einer Gesamtauflösung von 3200x1200 Pixeln, KDE 3 mit Mosfet's Liquid Extension, Mozilla 1.0RC2, Nautilus 1.0.6, Evolution 1.0.5, GKrellm mit ein paar Plugins und natürlich WebCam und TV-Ausgabe mit Program Guide via EPG, alles auf einer "managed" SuSE 7.1. Auf 2 x 19 Zoll lässt sich sehr entspannt arbeiten ...

    Neue Screenshots : KDE 3, rdesktop, Cygwin, KDE 3 (21.Juli 2003)
     3200 x 1200 1600 x 600 
    Dieser Screenshot zeigt folgende Komponenten: XFree-4.30 mit Xinerama (Multihead) und einer Gesamtauflösung von 3200x1200 Pixeln, KDE 3 mit Mosfet's Liquid Extension, Galeon (ein Browser auf Mozilla-Basis), rdesktop (ein Unix RDP Client), SuperKaramba sowie GKrellm mit ein paar Plugins. Es wurde per rdesktop eine RDP Terminalserver Sitzung auf eine Windows 2000 Maschine gestartet. Dort läuft das Cygwin Toolkit mit dem Cygwin/XFree86 Win32 Port. Damit wiederum wird auf die Unix-Maschine eine X11/xdmcp Session mit KDE3 gefahren.
    Ein besonderer Dank geht an Mattias Schlenker für die Anleitung zur Installation.

  • Linux wäre, da Open Source, offen für Angriffe und Attacken, da schliesslich der Quelltext jedermann frei zugänglich sei und so jederzeit Angriffe entwickelt werden könnten

    Auch dies ist wieder unwahr.
    Beispiel: der Internet-Wurm CodeRed [1, 2, 3] befällt nur Microsoft IIS (Internet Information Server), die nicht mit einem von Microsoft bereitgestellten Fix ausgerüstet wurden.
    (Daß Microsoft selbst "vergaß", seine Fixes bei Hotmail, dem eigenen EMail-Dienst, einzuspielen [1], tut hier eigentlich nichts zur Sache.)

    Fakt ist, daß die OpenSource Software Apache weltweit mit mehr als 60% Verbreitung die führende Internet-WebServer Software ist (Quelle: NetCraft). Apache jedoch ist frei und jedermann zugänglich, inklusive des Quellcodes. Apache ist OpenSource Software.

    Eine so schwerwiegende Ausnutzung fehlerhaften Programmcodes wie bei CodeRed hat es bei Apache nie gegeben, während die ClosedSource-Software IIS seit Beginn 2001 bereits sechs mal in CERT-Advisories (negative) Erwähnung findet [1].

    Richtig ist, daß bei OpenSource Software Produkten durch die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Quellen oft Fehler eher gefunden und entfernt werden können, als dies bei ClosedSource Produkten der Fall ist.
    Weiteres zu OpenSource finden sie hier.


    Update:
    nimda: Mal wieder eine Sicherheitslücke. Es werden die selben Schwachpunkte im Internet Information Server (IIS) benutzt wie bei CodeRed. Er nutzt weiterhin eine durch CodeRed geschaffene Lücke, um sich weiter zu verbreiten.
    Es muß also tatsächlich Server geben, die immer noch mit CodeRed infiziert sowie nicht gepatcht sind...

    Auch der Internet Explorer (IE) in den Versionen 5.5 SP1 oder eher (nicht jedoch 5.01 SP2) trägt zur Verbreitung und Infizierung bei.
    Näheres beim CERT (englisch) oder hier. Einen Einblick in unsere (aller 15 Minuten aktualisierten) Logs bekommen Sie hier.

  • Machen Sie sich Ihr eigenes Bild über Linux. Wir unterstützen Sie gern bei Ihren Projekten.
    Nehmen Sie doch unverbindlich Kontakt mit uns auf.